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Die Slow Food Bewegung für gute, saubere und faire Lebensmittel

Wie wohl keine andere Nicht-Regierungsorganisation (NGO) engagiert sich Slow Food für unsere Lebensmittel und das Recht auf deren Genuss. Die Organisation und die Inhalte dieser weltumspannenden Organisation werden vorgestellt. Die vielfältige Gefährdung des Grundrechts auf Lebensmittel-Souveränität wird dargelegt. Schließlich wird an Hand von Beispielen aufgezeigt, was jeder von uns tun kann und tun sollte, damit wir auch in Zukunft Zugang zu nachhaltig, handwerklich erzeugten Lebensmitteln haben.

Es wird die vom Aussterben bedrohte Schmalznudel pikant auf Sauerteigbasis zum Probieren geben!!!!

Zur Person:

Dozent Richard Bartels

  • geboren in Freising und auf dem großelterlichen Hof aufgewachsen.
  • Studium der Veterinärmedizin in München (Dr. med.vet)
  • Angestellter Tierarzt bis Ende 2011 (Industrie)
  • Seit 10 Jahren Slow Food Aktivist, seit 2012 Leiter des Slow Food Conviviums Fünfseenland
  • Netzwerkaktivist beim Agrarbündnis Bayern der AbL („Bauernhöfe statt Agrarfabriken“), beim Forum „Tierärzte für verantwortbare Landwirtschaft, 2. Vorsitzender der BN Ortsgruppe Fürstenfeldbruck/Emmering, Mitglied bei der Arbeitsgemeinschaft Städter&Bauern u.a.m.

Diskussionsveranstaltung „Laudato Si“ oder „Wie der Papst uns die Leviten liest“

Kurzer Vortrag (10 min.): Rudolf Kaiserswerth
Diskussion: Moderation Jonas Biet

Als Umweltschützer der ersten Stunde, habe ich mir jahrelang den Mund fusselig geredet um darauf hinzuweisen, dass der Weg, den wir alle auf unserer beschränkten Erde beschreiten, in die völlig falsche Richtung führt. Aber wer hört schon auf den grünen Spinner, Träumer und Phantasten Rudi Kaiserswerth? Dabei wissen wir doch aus den Statuten der Stadl-Universität, dass jeder Mensch gleich wertvoll ist und mit seinen Talenten zum Wohl aller beitragen kann.

Verwunderlich ist aber nun, dass Papst Franziskus mit zum Teil drastischen Äußerungen in seiner neuen Enzyklika „Laudato Si“ ins gleiche Horn stößt und sozusagen uns Warnern die Absolution erteilt (und wenn ich mich recht erinnere, ist der Papst ja auch unfehlbar?).

So stellt der Papst zu unserem Dilemma im Punkt 57 fest „Wenn jemand die Erdenbewohner von außen beobachten würde, würde er sich über ein solches Verhalten wundern, das bisweilen selbstmörderisch erscheint“. Ferner räumt er mit falschen Aussgen (67) auf: das oft gehörte Zitat „macht euch die Erde untertan“ ist laut Papst „keine korrekte Interpretation der Bibel, wie die Kirche sie versteht“und weiter „darum lehnt Gott jeden Anspruch auf absolutes Eigentum ab“. Er findet in Punkt 21 „Die Erde, unser Haus, scheint sich immer mehr in eine unermessliche Mülldeponie zu verwandeln“.

Er wettert gegen die Umweltverschmutzung, Wegwerfkultur, Ressourcenerschöpfung, Klimaveränderung, Wasserproblematik, Artensterben, Wohnungsnot, Machtmißbrauch, Atomenergie, die Gentechnik, Biotechnologie, Wirtschaftswachstum, Armut und setzt sich ein für Migranten, erneuerbare Energien, Energiesparen, Tierschutz, Gemeinwohl, zukünftige Generationen, Artenschutz, Ausrottung der Armut, Verzicht, Lebensqualität, Achtsamkeit, Genügsamkeit und Demut.

Später stellt er fest „Viele Dinge müssen ihren Lauf neu orientieren, vor allem aber muss die Menschheit sich ändern. Es fehlt das Bewußtsein des gemeinsamen Ursprungs, einer wechselseitigen Zugehörigkeit und einer von allen geteilten Zukunft“ womit er sich klar für eine radikale Änderung unseres Lebensstils positioniert.

Ist der Papst ein Spinner, Träumer, Phantast, gar ein grüner Revoluzzer oder ist seine Enzyklika nur ein Strohfeuer, das die konservative katholische Kirche schon überstehen und aussitzen wird? Welche Bedeutung hat dieses Dokument, das aus dem Umfeld der katholischen Kirche kommt und das Grund zur Hoffnung gibt, dass nun 1,2 Milliarden Christen mithelfen die Kurve zu kratzen.

In unserer Diskussionsrunde werden wir uns mit diesen Fragen und Gegensätzen auseinandersetzen. Es ist ein Versuch, die Enzyklika in ihrer Bedeutung einzuschätzen und das nicht nur für religiös Gläubige (Atheisten etc. sind willkommen, ja sogar erwünscht). Günstig wäre es natürlich, die Enzyklika gelesen zu haben, aber es ist keine Voraussetzung.

Wer vorher schon reinschnuppern will: Hier ist das Link zur (kostenlosen) Enzyklika:
http://www.dbk.de/fileadmin/redaktion/diverse_downloads/presse_2015/2015-06-18-Enzyklika-Laudato-si-DE.pdf

Mobilfunk,eine verschwiegene Gefahr

Vortrag von Reinhold Sigl.

Ein Leben ohne Handy oder Smartphone wäre für die meisten Menschen unserer
hochzivilisierten Welt überhaupt nicht mehr vorstellbar. Die Elektrosmog-Belastung durch schnurlose DECT-Telefone (Haustelefone), Mobilfunkantennen, drahtlose lokale Netzwerke (WLAN) und Mobiltelefone ist in den letzten Jahren dramatisch gestiegen.

Ist die Gefahr durch die elektromagnetische Strahlung weit bedrohlicher als wir glauben? Welchen Einfluss hat  die hochfrequente Strahlung auf das Leben von Menschen,Tieren und Pflanzen? Wie sollen wir mit dieser Technik umgehen und wie können wir uns selbst schützen?

Zu meiner Person: Reinhold Sigl
Ich bin selbstständiger Elektroinstallateurmeister und beschäftige mich intensiv mit „Elektrosmog“. Schwerpunkt meiner Arbeit ist die biologische Elektroinstallation und die Geobiologie. Dabei betreue ich u.a. auch „Elektrosensible“ Menschen,die meistens erst durch Zufall und langen Leidensweg von Ihren gesundheitlichen Problem erfahren.Mein Anliegen ist es,die Menschen auf diese Problematik hinzuweisen und sie dahingehend zu senibilisieren.

Blühende Landschaften – was Bienen wirklich brauchen!

Vortrag von Werner Bader.

Bienen zählen zu den wichtigsten Bestäubern in der Landwirtschaft, auf den Feldern und in den Gärten. Was Honig- und Wildbienen, was Hummeln und andere Insekten bestäuben, trägt um ein Vielfaches reichere Frucht, ist haltbarer und gesünder.
Doch den fleißigen kleinen Helfern geht es seit langem schlecht:
– Auswinterungsverluste von bis zu 30 Prozent sind die Regel
– In Deutschland ist die Zahl der Bienenvölker rückläufig
– Nicht wenige Hummeln und Wildbienen stehen auf der Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Arten.

Über die Ursachen wird seit Jahren gestritten und geforscht, doch sind auch einige Faktoren bekannt. „Was Bienen brauchen“ – in meinem Vortrag beleuchte ich die wichtigsten Grundlagen für gesunde Bienen, gebe Einblick in die erstaunlichen Fähigkeiten des Mikrokosmos Bienenvolk und zeige, was jeder tun kann, damit Bienen und Insekten weiterhin unsere Lebensgrundlagen sichern helfen.

Zur Person:
Ich bin Literatur- und Kulturwissenschaftler und arbeite für den Hörfunk des Bayerischen Rundfunks als Journalist – als Sprecher, Reporter und Moderator.
Zu den Bienen bin ich aus Zufall gekommen, seither hat mich die Faszination Honigbiene nicht mehr losgelassen. Natürlich schreibe und berichte ich auch über Bienen und Insekten, im BR, in der ARD und in der Fachpresse (Adiz/Biene/Imkerfreund).

Ich bin Lehrbeauftragter für Bienenkunde an der Hochschule Weihenstephan.

In Mering und Umgebung betreibe ich eine ökologische Imkerei, mit der ich Mitglied im Biokreis bin. Gemeinsam mit meinem Imkerfreund Hubert Dietrich veranstalte ich die Bayerischen Imkergespräche in Starnberg, hier suchen und betreiben wir den Dialog mit den Agrarpolitikern  im Bayerischen Landtag.

Ich bin Mitglied im Landesverband Bayerische Imker und engagiere mich im Vorstand des Imkervereins Mering.